Wir lieben die Landküche. Egal ob die skandinavische, englich/schottisch/irische, oder die französische. Frankreich hat so viel mehr zu bieten als immer angenommen wird. Tüdelüt und Chichi gibt’s zwar auch, aber bodenständig und deftig ist schon eher am Start. Dieser Eintopf ist etwas für ungemütliche Tage, denn er wärmt so richtig auf und ist dabei absolut lecker. Reichhaltig, aber auch variabel in seinen Zutaten. Die Zutatenliste schreibe ich im Original, daneben meine, teils unfreiwillige Abwandlung. Unfreiwillig, weil es so gut wie unmöglich ist, gepökeltes Eisbein zu bekommen. Aussage eines Schlachters: “Wer will denn noch Sowas essen?” Ich will sowas! Das nächste Mal werde ich selber pökeln. Ist ja nun nicht sooo schwer. Das Bauchfleisch mußte den Kasslerabschnitten weichen, da wir so fettes Fleisch nicht essen. Nichts desto trotz kam der Eintopf in den Cousances und Herr Fred war vom Ergebnis total begeistert. Der Hund vom Eisbeinknochen.
Wir brauchen:
Original Landfein
1 Weiß- oder Spitzkohl Spitzkohl
4 Zwiebeln 2 Zwiebs
6 Möhren jawohl
3 Lauch auch
6 Kartoffeln Mehr
1 leicht gepökeltes Eisbein 1 Ungepökeltes
600 g leicht gepökelte dicke Rippe geräucherte dicke Rippe
400 g geräuchertes Bauchfleisch 400 g Kasslerabschnitte
1 geräucherte Wurst zum Kochen 2 große Kabanossi
6 kleine Kochwürste klar doch
gem.Kümmel jede Menge
Pfeffer, Salz, Estragon natürlich
Den Kohl in mundgerechte, nicht zu kleine Stücke schneiden. Das restliche Gemüse putzen. Das Eisbein und die Zwiebeln in einem großen Topf mit reichlich Wasser bedecken und 3 Stunden kochen. Ist das Beinchen ungepökelt, reichen 2 Stunden. Nach der Hälfte der Garzeit die dicke Rippe, das Bauchfleisch/Kassler, den Kohl (nur wenn Weißkohl), die Würste (nicht die Kabanossi), die Möhren und den Lauch dazu geben. 30 Min. vor Ende der Garzeit die Kabanossi, wenn Spitzkohl, dann jetzt und die Kartoffeln hinzufügen. Alles abschmecken. Das Fleisch ist durch die lange Garzeit butterzart. Das Eisbein flutscht einfach so vom Knochen und die Schwarte, wir essen sie nicht mit, läßt sich ganz einfach ablösen. Nun einfach das Fleisch grob zerteilen, die Würste aufschneiden und den Eintopf heiß servieren.
Wenn noch Fleisch, Wurst und Brühe übrig ist, am zweiten Tag kann man ganz einfach nachpacken. Noch etwas Kohl in der Pfanne anschwitzen, kurz garen.
In der Zwischenzeit einige Kartoffeln in Brühe kochen. Kohl und Kartoffeln dann zum restlichen Eintopf geben und das Ganze noch einmal genießen. Kocht man die Kartoffeln sowieso gleich separat, läßt sich ein Rest des Eintopfes auch prima einfrieren. Guten Appetit!
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